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Zahlen und Fakten zum Thema geflüchtete Menschen


In einem Pressegespräch informierte der Landkreis am 24. Januar zur aktuellen Flüchtlingssituation in Anhalt-Bitterfeld. Mit Stand 31.12.2016 lebten 1.756 geflüchtete Menschen im Landkreis, darunter 502 Asylbewerber, 369 Geduldete und 885 Asylberechtigte. Untergebracht sind diese in Wohnungen und zwei Gemeinschaftsunterkünften. Dabei betont Bernhard Böddeker, stellvertretender Landrat, dass der Landkreis nach wie vor auf die dezentrale Unterbringung in Wohnungen setzt.
 
674 geflüchtete Menschen lebten am 31.12.2016 in Bitterfeld-Wolfen, wobei diese Zahl sich täglich ändert. Zuletzt war die Zahl der Zuweisungen an den Landkreis auf acht im Dezember gesunken. Somit kamen 2016 insgesamt 734 Menschen nach Anhalt-Bitterfeld. Der Hauptanteil der geflüchteten Menschen kommt aus Syrien, Afghanistan und dem Iran. Zudem befinden sich 105 unbegleitete minderjährige Ausländer im Landkreis, wobei zehn in Kinderheimen in Bitterfeld-Wolfen untergebracht sind.
 
Im Rahmen des Gesprächs teilte Böddeker mit, dass zum 31.01.2017 die Verträge der beiden Gemeinschaftsunterkünfte in Marke und Friedersdorf enden und die Bewohner ebenfalls in Wohnungen im Landkreis untergebracht würden. Die bisherigen Ausschreibungen von Gemeinschaftsunterkünften hätten nicht zum Erfolg geführt und so plant der Landkreis derzeit ein bis zwei Gemeinschaftsunterkünfte. Dabei gehe man jedoch  aufgrund der aktuellen Zahlen von geringeren Kapazitäten aus. So solle eine Art Ankunftszentrum in Köthen oder Bitterfeld-Wolfen entstehen. Nahezu 100 Menschen, so der Plan, sollen hier nach ihrer Ankunft zunächst für die Dauer von drei bis sechs Monaten untergebracht werden. Neben Wohnungen würden Arbeitsplätze für Verwaltungsmitarbeiter, Schulungsräume und Sozialräume vorhanden sein. Eventuell würde nach Bedarf eine weitere Gemeinschaftsunterkunft gesucht werden, die Platz für ca. 50 Menschen böte. „Nicht alle Geflüchteten fühlen sich in Wohnungen wohl“, erklärt Böddeker. Manche Flüchtlinge benötigen eine intensivere Betreuung und den engeren Kontakt zu anderen Flüchtlingen. Beides sei in einer Gemeinschaftsunterkunft gegeben.
 
Neben der Unterbringung setzt der Landkreis auch auf eine erfolgreiche Integration. Hier unterstützen zehn Integrationslotsen, die in den einzelnen Städten und Gemeinden aktiv sind. Zudem beraten und betreuen in Bitterfeld-Wolfen die Euro-Schulen die ankommenden Flüchtlinge. Regeldienste wie der Jugendmigrationsdienst oder die Migrationsberatungsstelle werden in Anspruch genommen, und derzeit laufen elf Integrationskurse mit 287 Teilnehmern. Aktiv bemühen sich Landkreis und die Stadt Bitterfeld-Wolfen um eine Vernetzung der bestehenden Strukturen und Angebote.
 
Zuständig für die Integration der Flüchtlinge mit Status in den Arbeitsmarkt ist die KomBA. Dort sind derzeit 645 erwerbsfähige, leistungsberechtigte Personen aus dem Ausland, außerhalb Europas, registriert. Aufgrund von Sprachbarrieren und fehlender Bildung sei die Vermittlung einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle nicht immer einfach, betont KomBA-Chef Volker Krüger. 27 Flüchtlinge konnten 2016 in die Erwerbsfähigkeit vermittelt werden.
 
Pressestelle