Solarbranche macht mobil gegen die Kürzung der Solarförderung

Gegen die drastische Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom, die Bundesumweltminister Norbert Röttgen angekündigt hatte, gingen am 4. Februar mehrere hundert Menschen in Bitterfeld-Wolfen auf die Straße.
So hatten die Solarunternehmen PV Crystalox Solar Silicon GmbH und die am Standort Thalheim ansässigen Firmen zu Protestaktionen aufgerufen.
Damit schlossen sich die Unternehmen einer bundesweit durchgeführten Aktion an, die deutlich machen soll, wie schwer die Auswirkungen einer solchen willkürlichen Kürzung der Solarförderung sind. „Bereits Anfang 2010 wurde die Einspeisevergütung um 9 Prozent gesenkt, für 2011 ist eine weitere Absenkung geplant – eine zusätzliche Kürzung um 15 Prozent zerstört die Erfolgsgeschichte der Solarindustrie“, betonte Dr. Hubert Aulich, Geschäftsführer der PV Crystalox Solar Silicon GmbH in seiner Ansprache. Mit der Kürzung, so machte er deutlich, seien Arbeitsplätze und Investitionen am Standort gefährdet.
Oberbürgermeisterin Petra Wust betonte, dass es jetzt die Aufgabe der Politik sei „das zarte Pflänzchen Solarindustrie nicht zu zerstören, sondern wachsen und gedeihen zu lassen.“
Vor den Werkstoren des Solar Valley hatten sich die Mitarbeiter der Unternehmen Sovello, Q-Cells und Solibro versammelt, um mit Transparenten und Solarzellen auf die kritische Situation aufmerksam zu machen. ‚Einspeisen statt Abspeisen’ oder ‚Die EEG-Kürzung gefährdet Arbeitsplätze’ stand auf den Siliziumscheiben geschrieben. Dies unterstrich auch Betriebsratschef Uwe Schmorl und forderte die Kürzung mit Augenmaß und Sensibilität.
Auf einer Internetseite des Bundesverbandes der Solarwirtschaft sind die deutschlandweiten Protestaktionen dokumentiert. Unter dem Titel: Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet Deutschlands Zukunft, finden sich zahlreiche Informationen zum Thema.
Dort findet sich auch eine Unterstützerliste, auf der sich am 10. Februar bereits über 7.500 Menschen eingetragen hatten.
Hier finden Interessierte die Internetseite des Bundesverbandes für Solarwirtschaft:
http://www.solar-made-in-germany.de/
