1 Land – 19 Städte: Barcelona FAD Award 2010


Mit der IBA „Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010“ haben das Land Sachsen-Anhalt und die teilnehmenden 19 Städte – darunter Bitterfeld-Wolfen – in den vergangenen Jahren für internationales Aufsehen gesorgt. Mit den unterschiedlichsten Ansätzen wurde untersucht welche Möglichkeiten und Methoden es gibt und wie diese zur Anwendung kommen können, um den demografischen Prozess erfolgreich entgegen wirken zu können.

Das dieses bisher einmalige Konzept für eine IBA voll aufging und damit Maßstäbe gesetzt wurden zeigt auch die Auszeichnung mit dem „City to City Barcelona FAD Award 2010“. Mit diesem Preis, welcher auch gern als „Stadtplaneroscar“ bezeichnet wird und dementsprechend begehrt ist, werden weltweit urbane Prozesse geehrt, die eine positive und transformiedernde Wirkung auf Städte und deren Regionen haben. Zu der Jury gehören zahlreiche international namhafte und renommierte Architekten.

Für den FAD Award 2010 gingen bei der Jury weit über 170 Bewerbungen ein. Die „IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010“ wurde nicht vom Land selbst, sondern von der Berliner Architektin Prof. Susanne Sturm eingereicht. Bereits die Nominierung für den Endausscheid mit weiteren 28 Berwerbungen galt als Erfolg. Zur Preisverleihung am 12.07.2011 in Barcelona reisten u.a. der Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Herr Thomas Webel, sein Vorgänger Herr. Dr. Karl-Heinz Daehre, sowie die beiden Geschäftsführer der IBA-Stadtumbau Herr Omar Akbar und Herr Rüdiger Schulz. Zur Überraschung aller setzte sich das IBA-Projekt gegen alle Mitbewerber durch und errang damit den FAD Award 2010.

Damit setzte sich das Projekt gegen Bewerbung z.B. aus New York, Rio de Janeiro, Helsinki oder auch Seoul durch.

Am 22.09.2011 wurden die 19 IBA-Städte nach Magdeburg eingeladen. Als eigentliche Akteure der IBA 2010 wurden sie vom Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Herrn Thomas Webel und Herrn Rüdiger Schulz mit Übergabe einer Plakette geehrt. Dabei hob Herr Minister Webel das besondere Engagement der teilnehmenden Städte noch einmal hervor und ging auf die einzelnen Besonderheiten bei der Überreichung der Plakette ein.


Mit dem Projekt „Die Chemie stimmt – Netzstadt Bitterfeld-Wolfen“ trug auch die Stadt maßgeblich zum erfolg der IBA bei. Mit der während des IBA-Prozesses geführten intensiven Auseinandersetzung zu den Folgen der demografischen Entwicklung aber auch zum Zusammenwachsen der einzelnen Ortsteile zur Stadt Bitterfeld-Wolfen und dem dazu geführten Dialog konnte eine gemeinsame Vision von der Stadt für das Jahr 2030 entwickelt und zu verfolgende Schlüsselprojekte definiert werden. Gerade für Städte in osteuropäischen Ländern, aber auch aus dem asiatischen Raum und den alten Bundesländern wurden damit Möglichkeiten aufgezeigt, bereits jetzt einem Prozess zu begegnen, welcher in diesen Regionen erst am Anfang steht, aber unausweichlich ist. Dieses Interesse ist auch im Jahr 1 nach der IBA nicht erloschen.

Für den Erfolg konnte in Vertretung der Oberbürgermeisterin, Frau Petra Wust, der Geschäftsbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauwesen der Stadt Bitterfeld-Wolfen auf der Festveranstaltung im Gesellschaftshaus am Klosterberggarten in Magdeburg die Plakette und den Begleitband zum „city to city FAD award 2010“ am 22.09.2011 in Empfang nehmen.

In seiner Dankesrede im Namen der Städte ging der Oberbürgermeister der Stadt Köthen, Herr Kurt Jürgen Zander, noch einmal auf den IBA-Prozess ein. Beispielhaft hob er einige der originellen und in der Stadtentwicklung eher ungewohnten Ansätze hervor, die es ermöglichten, die urbanen Schrumpfungsprozesse aufzugreifen und die neu entstehenden städtischen Räume mit neuem Leben zu erfüllen. Abschließend brachte er den Wunsch der Städte zum Ausdruck, dass im Land eine Plattform gegeben sein sollte, wo der IBA-Prozess fortgeführt wird und die zum regen Gedankenaustausch und zur Weiterentwicklung der beispielhaften Ansätze genutzt werden soll, sowohl im Land als auch international.

 

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