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Das Rathaus

Das ehemalige Gebäude 041 erstrahlt im neuen Licht.

Wasserfront

Anlegestelle für Schiffe, Festplatz & Wasserspielplatz

Die Goitzsche

ein Juwel besonderer Art vor den Toren der Stadt

Der Bogen

das Wahrzeichen für die Stadt auf dem Bitterfelder Berg

Ortsteil Bobbau


Am westlichen Rand des Urstromtales der Mulde, liegt der 1.612 Einwohner (Stand: 31.12.2008) zählende Ortsteil Bobbau. Einst ein Straßendorf slawischen Ursprunges, hat sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte bis auf eine Fläche von ca. 2,5 km² ausgedehnt.
In unmittelbarer Nachbarschaft der Orte Jeßnitz (Anhalt), Raguhn und Bitterfeld-Wolfen mit seinen Industrieansiedlungen, entwickelte sich Bobbau, mit dem Ortsteil Siebenhausen, zu einem Bauerndorf mit industriellem Einfluss.

Die erste urkundliche Erwähnung von Bobbau im "CODEX DIPLOMATICUS ANHALTINUS" von Dr. Otto Heinemann unter dem Namen "Bobowe", bezieht sich auf das Jahr 1370. Sehr wahrscheinlich existierte das Bauerndorf schon früher, wie die in der Bobbauer Flur gefundenen altertümlichen Gegenstände aus verschiedenen Zeitepochen beweisen. Über die historische Entwicklung des Ortes liegen insgesamt nur wenige Urkunden vor. Bekannt ist jedoch, dass Bobbau in der Vergangenheit mehrfach durch Feuerbrünste (1773, 1825, 1833), Seuche (1681 Pest) oder kriegerische Handlungen (1637 durch die Schweden) in großen Teilen zerstört wurde.

Der Ortskern, die angerartige Dorfstraße mit ihren charakteristischen Bauernhöfen, ist trotzdem immer wieder aufgebaut worden bzw. erhalten geblieben. Um die Dorfstraße, in der sich auch Kirche, Vorwerk, Schulhaus, Gemeindebäckerei und eine Schenke befanden, breitete sich der Ort allmählich durch weitere Ansiedlungen und Straßen aus. Wesentlicher Grund für die Ausdehnung zu heutiger Größe war die Mitte des 19. Jahrhunderts beginnende industrielle Entwicklung, die verstärkt auswärtige Arbeitskräfte anzog, welche sich hier und in den umliegenden Ortschaften ansiedelten. Die Eröffnung der Braunkohlengruben, der Bau der Eisenbahnlinie, die Gründung der Greppiner Werke und der Bau von Farben- und Filmfabrik verschafften auch dem Ort Bobbau einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung.

So werden in einem Zeitraum von ca. 80 Jahren viele Verbesserungen der Lebensverhältnisse der Einwohner des Ortes geschaffen, u.a.
  • der Bau einer neuen Kirche und Anlegen eines neuen Friedhofes,
  • ein weiteres Schulgebäude wird gebaut,
  • eine Postagentur eröffnet,
  • der Ort erhält elektrische Stromversorgung,
  • Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr,
  • Inbetriebnahme eines Wasserwerkes
  • und Anschluß an die Gasversorgung.
Zur kulturellen und sportlichen Belebung gründen sich z.B. 1863 der Männergesangsverein, 1884 der Turnverein Bobbau und 1910 die Freie Turnerschaft Bobbau.
Im letztgenannten Verein wurde 1927 die Abteilung Handball gebildet. Die positive Entwicklung Bobbaus wurde durch den 2. Weltkrieg jäh unterbrochen. Es kamen schwere Zeiten und wiederum Zerstörung über den Ort. Bei Kampfhandlungen im April 1945 in Bobbau zwischen Deutschen und Amerikanern, schoss man viele Häuser in Brand.

Der Neubeginn war schwer, aber mit der Zeit kehrte man zur Normalität zurück, denn
  • der Wiederaufbau der zerstörten Gebäude,
  • die Neuordnung der Leitung der Gemeinde,
  • die Organisation der Versorgung und
  • der Schulbetrieb und die Eröffnung des Kindergartens, waren erste Schritte dazu.
Die Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften 1959 brachte für das Dorf ebenso einschneidende Veränderungen, wie der Bau der Neubausiedlung Wolfen - Nord und die Vereinigung Deutschlands. Seit der Wende hat sich auch in und um Bobbau vieles verändert. Durch die verkehrsgünstige Lage - B184 und A9 - gab und gibt es zahlreiche Ansiedlungen von Unternehmen. Die Sanierung von Schule, Kindergarten, Geschäften, Straßen und Abwassersystemen hat Bobbau mit seinem Ortsteil Siebenhausen zu einem interessanten Standort für Eigenheimbebauungen werden lassen.

Weitere Informationen über den Ortsteil Bobbau erhalten Sie auf der Internetseite www.bobbau.de.vu.