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Das Rathaus

Das ehemalige Gebäude 041 erstrahlt im neuen Licht.

Wasserfront

Anlegestelle für Schiffe, Festplatz & Wasserspielplatz

Die Goitzsche

ein Juwel besonderer Art vor den Toren der Stadt

Der Bogen

das Wahrzeichen für die Stadt auf dem Bitterfelder Berg

Ortsteil Greppin


Die urkundliche Ersterwähnung Greppins erfolgte im Weimaer Kopiar.
Dieses wurde von 1338 bis 1390 angelegt und damit war die 600-Jahrfeier für das Jahr 1990 legitim. Greppin trägt einen sorbischen Namen. Der Name ist zu deuten von urslawisch "chrapeti" zu deutsch "schnarchen". Es ist heute nicht mehr festzustellen, ob ein Sorbe namens Chrapa, der Schnarcher, den Ort gründete oder ein Muldestrudel schnarchende Geräusche erzeugte und der Örtlichkeit damit die Bezeichnung gab. 1842 zählte die Gemeinde nur 308 Einwohner.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich am Rande der Gemeinde die Kohleindustrie. Aus den Gruben "Johannes" (Eröffnung 1845) und "Greppin" (Eröffnung 1850) förderte man jahrzehntelang den flachlagernden Brennstoff, der u.a. in der Ziegelei des Ortes sowie in den berühmten "Greppiner Werken" (gegründet 1871) als Heizmaterial verwandt wurde. Aus Mauersteinen der Ziegelei, die heimischen Ton verarbeitete, bestehen viele Greppiner Wohnhäuser. Aber auch viele Bahnhofsbauten, wie z.B. der Hauptbahnhof in Rom oder Hannover, der Anhalter Bahnhof in Berlin, aber auch andere Gebäude in Dessau, Köthen, Wolfen, Bitterfeld und in vielen anderen Orten erinnern an die Zeit der Greppiner Werke.

In den Blickpunkt rückte auch die Farbenfabrik, die zum Großteil auf Greppiner Territorium lag. Sie wurde 1873 als Tochterunternehmen der Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation gegründet. Durch die Entwicklung der chemischen Industrie siedelten sich viele Arbeitskräfte in Greppin an.

In den 30er Jahren wurde Greppin, ausgesprochene Arbeiter - Wohn - Gemeinde, durch die Randsiedlung und die Gagfah- Siedlung erweitert.

In den Nachkriegsjahren hat die Chemieindustrie viele Spuren in Greppin hinterlassen. Wegen der hohen Umweltbelastungen, die sich durch die Erweiterung der chemischen Industrie immer mehr verstärkten, aber auch um die Wohnsituation zu verbessern, verließen viele Einwohner Greppin. Die gesamte Gemarkung erstreckt sich über ein Areal von 817 ha. Weitere Flächen des ChemieParks umgeben den Wohnort. In den letzen Jahren entwickelten sich in Greppin sehr viele private Handwerksbetriebe sowie Gewerbetreibende, die den Ortsteil prägen.

Der Greppiner Heimatverein e. V. präsentiert sich unter der Homepage www.greppiner-heimatverein.de mit den vielfältigen Angeboten und Informationen aus dem Ortsteil Greppin.