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Das Rathaus

Das ehemalige Gebäude 041 erstrahlt im neuen Licht.

Wasserfront

Anlegestelle für Schiffe, Festplatz & Wasserspielplatz

Die Goitzsche

ein Juwel besonderer Art vor den Toren der Stadt

Der Bogen

das Wahrzeichen für die Stadt auf dem Bitterfelder Berg

Ortsteil Holzweißig


Am 22. Mai 1323 wurde Holzweißig erstmals urkundlich erwähnt. Die erste Besiedlung des Ortes kann jedoch schon um das Jahr 1100 gewesen sein, da die Erbauung der evangelischen Kirche um 1150 erfolgte. Über den Ursprung und die Bedeutung des Namens Holzweißig liegt in der Chronik folgende Erklärung vor: "Weyzigk" oder "Holtzweyßigk" stammt vom alten slawischem Wort "vysok" oder "Vysoka" -die Höhe- ab, und "visi" bedeutet Dorf. Als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Orten gleichen Namens erscheint 1492 als Vorsilbe das deutsche Wort Holz in der damaligen Bedeutung von Wald, bewaldet.

1575 zählte das Dorf 16 Höfner (30 Morgen Besitz) und 22 Gärtner (Besitz kleiner Felder). 1656 wurde das albertinische Sachsen unter den vier Söhnen Johann Georg I. aufgeteilt. Damit wurden Bitterfeld und auch Holzweißig in das Herzogtum Sachsen - Merseburg, das als Kernstück das ehemalige Bistum Merseburg enthielt, eingegliedert.

Der sächsische König verlor im Wiener Kongress die Hälfte seines Landes. Also wurde auch unsere Heimat nach dem Befreiungskrieg um 1813 wieder preußisch. Holzweißig war früher Poststation für Bitterfeld. Mit dem Bau der Berlin - Kasseler Straße erfolgte 1822 die Verlegung der Poststation nach Bitterfeld.

Mit dem Aufblühen der Industrie um Bitterfeld änderte sich auch der Charakter des Dorfes. Nach den ersten Braunkohlefunden in unserem Gebiet wurde der Ackerboden als Kohlenfeld veräußert. Somit wurde die Landwirtschaft zum Nebenerwerb. Durch den fortschreitenden Tagebau verlor der Ort die letzten Felder und wurde zu einer reinen Arbeiterwohnsiedlung. Das Aussehen von Holzweißig wurde von der Lage zu beiden Seiten der Eisenbahnlinie Bitterfeld - Halle und von der Lage inmitten der Gruben beeinflusst. So hat sich also Holzweißig und darüber hinaus die gesamte engere Heimat durch die Braunkohle von Grund auf gewandelt. Die weitere Wirtschaftsstruktur wurde vorrangig durch Bergbau und die nahegelegene Chemie in Bitterfeld und Wolfen beeinflusst.

Der nordwestliche Teil besteht meist aus kleineren Häusern (Neu-Holzweißig). Der ältere Teil ist gut von der Eisenbahnüberführung ersichtlich. Die westliche Grenze wird durch den "Strengbach" gebildet.

Der Heimatverein Holzweißig e. V. präsentiert sich unter der Homepage www.hvhholz.kilu.de mit den vielfältigen Angeboten und Informationen aus dem Ortsteil Holzweiß