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Das Rathaus

Das ehemalige Gebäude 041 erstrahlt im neuen Licht.

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Die Goitzsche

ein Juwel besonderer Art vor den Toren der Stadt

Der Bogen

das Wahrzeichen für die Stadt auf dem Bitterfelder Berg

Stolpersteine in Greppin


Emotional und rührend war der Moment, als Gunter Demnig am 25. Februar 2019 drei Stolpersteine in den Gehweg der Rudolf-Breitscheid-Straße vor dem Haus mit der Nummer 38 einließ. Während der Künstler arbeitete, trugen die Kinder der Grundschule Greppin das Gedicht „Kinderschuhe aus Lublin“ von Johannes R. Becher vor.

Mit der Verlegung dieser drei Steine endete ein langer Rechercheprozess des Heimatvereins Greppin, der seinen Ursprung in einer kurzen Erwähnung in der Greppiner Chronik aus dem Jahr 1938 hatte. Dort stand: „Das jüdische Geschäft Mottek wurde arisiert…“. Die war Anlass für den Verein, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen und dieser Aussage auf den Grund zu gehen. „Trotz umfangreicher Recherchearbeit und zahlreichen Anfragen kamen wir irgendwann nicht weiter. Keiner wusste etwas zu Familie Mottek“, erläuterte Joachim Sabiniarz, der dieses Projekt federführend begleitete. Erst als man begann, auch im englischsprachigen Raum zu recherchieren, stieß man auf eine Notiz, die erfolgsversprechend war und erfuhr Namen und Zusammenhänge. So gelang der Familie, Alfred, Ottilie und Sohn Harry, die Ausreise nach England und später New York.

„Wir freuen uns, dass Familie Mottek das Naziregime überlebt hat, dennoch wollten wir an diese Geschehnisse erinnern“, so Sabiniarz. Auch Oberbürgermeister Armin Schenk unterstützte dieses Projekt und übernahm die Schirmherrschaft. „Wir sind heute zusammen gekommen, um Geschichte lebendig werden zu lassen und an vergangene Gräueltaten des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte zu erinnern. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Familie Mottek wieder Teil der Greppiner Geschichte wird“, so das Stadtoberhaupt. Künftig erinnern diese drei Steine in der Greppiner Rudolf-Breitscheid-Straße an die Geschehnisse des Jahres 1938.

In einer Publikation wurde dieser Rechercheprozess festgehalten. Finanziert wurde das Projekt durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Bitterfeld-Wolfen.