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Stadtrat von Bitterfeld-Wolfen stimmt der Bewerbung für die Landesgartenschau 2027 zu.

Es ist ein deutliches Signal: Der Stadtrat von Bitterfeld-Wolfen hat am Mittwochabend der Bewerbung für die Landesgartenschau 2027 mehrheitlich zugestimmt. Mit 36 Ja- und 1 Nein-Stimme passierte der Beschluss das Gremium. Die Bewerbungsunterlagen werden nun fristgerecht zum Monatsende eingereicht.

Vor der Entscheidung warben sowohl Bitterfeld-Wolfens Oberbürgermeister Armin Schenk als auch der verantwortliche Landschaftsarchitekt Ulrich Krüger für die Bewerbung und baten um ein eindeutiges Votum. „Denn es ist eine ganz wichtige Entscheidung für die Entwicklung von Bitterfeld-Wolfen, damit wir in 2027, also 20 Jahre nach der Fusion zur großen Stadt, erfolgreich die Landesgartenschau in unserer Stadt mit all ihren Ortsteilen durchführen können und, so wie es das Motto unserer Bewerbung zum Ausdruck bringt, weiter zusammenwachsen“, sagt Armin Schenk.

Inhaltlich führte Ulrich Krüger aus, dass neben der thematischen Umgestaltung der Areale ,Naherholungsgebiet Fuhneaue‘ im Ortsteil Stadt Wolfen und ,Grüne Lunge‘ im Ortsteil Stadt Bitterfeld die ökologisch geprägte Entwicklung industriell genutzter Flächen im Chemiepark hohe Ansprüche an Kreativität und visionäres Herangehen stelle. Themengärten zwischen oder in einer Industrielandschaft seien gestalterische Höhepunkte, die eine völlig neue Qualität in die Landesgartenschau bringen sollen.
Konkret heißt das: Im Wolfener „Naherholungsgebiet Fuhneaue“ soll, bekommt Bitterfeld-Wolfen den Zuschlag, unter anderem der Gondelteich mit Gondelbetrieb sowie die Bühne wiederbelebt werden. Geplant sind eine Gastronomie mit Seeterrasse oder ein Abenteuerspielplatz. Die Bitterfelder „Grüne Lunge“ soll als zeitgemäß gestalteter Stadtpark präsentiert werden und Bühne, Tierpark und Rosengarten einschließen. Innerhalb dieses Bereiches werden die Gewässer Leine und Lober stärker ins Bewusstsein gerückt. 

Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen ist der Chemiepark. Dort sind begehbare Rohrbrückenpfade als erlebbare Industrie aus der Vogelperspektive oder die Gestaltung wilder Grünflächen zu Pocketparks (engl.: „Westentaschen-Park“) vorgesehen. Neben der Einbeziehung des Goitzsche-Sees und des Bitterfelder Bogens spielen die einzelnen Stadtteile als Korrespondenzräume eine wichtige Rolle. 

So besitzt Bobbau mit dem Bereich um den denkmalgeschützten Wasserturm, dem ehemaligen Sportplatz und dem Friedhof einen bedeutenden Freiraum. Dort könnte ein Bürgergarten oder eine Workout-Anlage entstehen. In Greppin soll am Tiergehege ein Wald-, Wild- und  Kräutergarten entwickelt werden. In Wachtendorf soll der Erlebnisgarten weiter entwickelt werden. In Holzweißig sind Weiterentwicklungen der Parkanlage am früheren Rathaus sowie des Biotops oder die fußläufige Erschließung bis zum Bitterfelder Bogen entlang eines möglichen Weinbergs vorgesehen. In Reuden könnte die Grünfläche am Teich zum „Essbaren Dorf“ werden. Für Thalheim ist ein Solargarten angedacht, der Möglichkeiten der Solarnutzung aufzeigen soll. Auch die Geh- und Radwegeverbindung zwischen Thalheim und Greppin sollen wieder hergestellt werden.

Erhält Bitterfeld-Wolfen den Zuschlag, dann sollen bis zu 20 Millionen Euro mit finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, insbesondere durch die Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft und Energie sowie Landesentwicklung und Verkehr, in die Umsetzung der Landesgartenschau investiert werden. Es wird mit 350.000 Besuchern gerechnet.
 
Stadtrat von Bitterfeld-Wolfen stimmt der Bewerbung für die Landesgartenschau 2027 zu

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