Kunst-Festival Osten veröffentlicht Programm.
Mit großer Vorfreude hat die Künstlerische Leitung des Festivals OSTEN, Aljoscha Begrich, Christine Leyerle und Ludwig Haugk, das Programm aus Theater, Musik, Film, Workshops, Gesprächen, Exkursionen und Installationen in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Vom 1. bis 17. Juli erforscht und feiert das Festival für Kunst und gegenseitiges Interesse im und um den Kulturpalast in Bitterfeld den „Osten“ als Landschaft der Veränderungen für Menschen, Natur und Zusammenleben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Geschichte der Arbeit und den Spuren, die diese Geschichte in die Landschaft gezeichnet hat.
Der Platz um den Kulturpalast verwandelt sich in einen außergewöhnlichen Ort: Das bei der Biennale Architettura 2021 ausgezeichnete Architekturbüro raumlabor berlin entwickelt, gemeinsam mit Partnern aus der Region, mit dem „Atelier für gegenseitiges Interesse“ ein Festivalzentrum. Der Kulturpalast selbst kann über einen Parcours, der mit Schubkarren an den Aufbau des Kulturpalastes erinnert, aus einer ungewöhnlichen Perspektive erkundet werden.
Mit dem „Bitterfelder Weg“ wurde im Kulturpalast Bitterfeld Geschichte geschrieben. Das Festival nimmt von der Idee aus den 50er Jahren, die Kunst und Arbeit näher zusammenbringen sollte, vor allem den Gedanken der Begegnung auf. Ein Projekt, das exemplarisch dafür steht, ist das WERKSORCHESTER des New-Yorker Komponisten und Dirigenten Ari Benjamin Meyers, das an das ehemalige Arbeiter-Sinfonie-Orchester im Kulturpalast anknüpft. Erwachsene ohne Vorkenntnisse treffen auf Schüler:innen der Musikschule Bitterfeld, die ihre Lehrer:innen werden.
Verbunden mit der Geschichte des „Bitterfelder Wegs“ ist auch die international gefeierte Installationskünstlerin Henrike Naumann. Ihr Großvater, der Maler Karl Heinz Jakob, leitete den Zeichenzirkel eines Volkseigenen Betriebs in Zwickau. Henrike Naumann möchte zum Festival nun einen eigenen Zeichenzirkel leiten. Doch statt Werktätigen bei der Arbeit wird bei ihr Mobiliar aus den 90ern im Fokus stehen, als Symbol von politischen Umbrüchen und persönlicher Erfahrung.
Die persönliche Erfahrung steht ebenfalls im Mittelpunkt der Installation BLACKBOX WOLFEN von Tobias Zielony. Der bekannte Fotograf und Filmemacher sammelt Bilder und Stimmen von ehemaligen Beschäftigten der Agfa- und späteren Orwo-Filmfabrik in Wolfen. Für sein Kunstprojekt möchte Tobias Zielony ein fiktionales Archiv auf einem Archivfilm belichten, der bis zu 1000 Jahre überdauert und von der Geschichte des Films in Wolfen erzählt. Die Arbeit ist eine Kooperation mit dem Industrie- und Filmmuseum Wolfen und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und wird den ganzen Festivalzeitraum lang zu sehen sein.
Mit dem ehemaligen Haftarbeitslager in Bitterfeld setzt sich die Künstlerin Alison Shea von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in ihrem Kunstprojekt GRASNARBE auseinander. Hier waren hunderte Häftlinge untergebracht, die in den Braunkohlekombinaten und Chemiebetrieben der Region Zwangsarbeit verrichteten. Insgesamt fünf Studiengänge der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle arbeiten seit dem Wintersemester 2020/21 in Seminaren und Projekten am Festival. Hinzu kommen Kooperationen mit der Hochschule Anhalt, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Bauhaus-Universität Weimar und der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Die Förderung des künstlerischen Nachwuchses ist ein besonderes Anliegen des Festivals.
Das Festival fragt auch nach den verbindenden und trennenden Erfahrungen von Menschen aus postsozialistischen Gesellschaften. Eine transnationale Perspektive nimmt hier zum Beispiel das Projekt COLLECTIVE PHOTO des ukrainischen Theaterregisseurs Dima Levytskyi ein. Da er selbst nicht vor Ort sein kann, plant er aus der Distanz eine Gruppenfoto-Performance, als Geste der Einheit und als Geste der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.
Den Abschluss des Festivals stellt die Bitterfelder Premiere des Dokumentarfilms SEHNSUCHT NACH BITTERFELD (1992) dar. Die Filmemacher Ralf Höpfner und Thomas Freundner zeigen darin die letzten Monate der DDR und das erste Jahr der Deutschen Einheit in Bitterfeld. Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Gespräch mit einigen der Menschen aus dem Film. Wie werden sie an diese Zeit zurückdenken, mehr als 30 Jahre nach der Entstehung?
Besondere Formate laden dazu ein, das Festivalgelände und darüber hinaus auch Bitterfeld und Wolfen zu entdecken. Besucher:innen erwarten unterhaltsame Treffen mit Künstler:innen am Strand des Goitzschesees, Workshops, Ausflüge an interessante Orte der Bitterfelder Industriegeschichte und -gegenwart und Gespräche zu einer Frage des Tages. Auf dem Festivalgelände wird es einen Gemeinschaftsgarten geben und viel zu sehen, sowie die Möglichkeit, bei Kaffee, Kuchen oder Kaltgetränken über früher und die Zukunft ins Gespräch zu kommen. Am zweiten Festival-Wochenende gibt es ein Programm speziell für Kinder und Familien. Es lohnt sich, Zeit mitzubringen. Das detaillierte Programm finden Sie auf unserer Festival-Website www.osten-festival.de.
OSTEN ist eine Idee des Kulturpark e.V. Der Verein ist Träger und Veranstalter des Festivals. Er engagiert sich für den Aufbau und die Vernetzung kultureller Strukturen im Osten Deutschlands. Die Vorstandsmitglieder Aljoscha Begrich, Christine Leyerle und Ludwig Haugk sind die Künstlerische Leitung des Festivals.
Hinter dem Festival steht ein breites Netzwerk aus regionalen und überregionalen Kulturinstitutionen: Akademie der Künste Berlin, Anhaltisches Theater Dessau, Bauhaus-Universität Weimar, Bernhard-Franke-Förderverein e. V., Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Ferropolis, Galerie am Ratswall Bitterfeld, Hochschule Anhalt, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Kreismuseum Bitterfeld, Kulturbahnhof Tannepöls, Kulturpalast Bitterfeld, Kunsthalle Baden-Baden, Köthener Bachfesttage, Köthener Schlossbund, MehrGenerationenHaus Bitterfeld-Wolfen, Musikschule „Gottfried Kirchhoff“ Bitterfeld, Schauspiel Leipzig, Staatliche Hochschule für Musik Trossingen, Staatsschauspiel Dresden, Stiftung Bauhaus Dessau, Theater Magdeburg, Umweltbundesamt, Werkleitz Gesellschaft e.V.
OSTEN wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Bundeszentrale für politische Bildung, LOTTO Sachsen-Anhalt, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Bitterfeld-Wolfen „Stadt mit Courage leben!“ aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Zu den Sponsoren zählen der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, die Kulturpalast GmbH, das Autohaus Grimm und der Baumarkt Thomas Philipps in Bitterfeld. Unterstützt wird das Festival von der Stadt Bitterfeld-Wolfen sowie dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Website www.osten-festival.de wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Neustart Kultur, die Kulturstiftung der Länder und die Kultur.Gemeinschaften.
Tickets für Theaterstücke und Filme können auf www.osten-festival.de erworben werden sowie ab Donnerstag, dem 12. Mai in der Stadt- und Tourismusinformation der Stadt Bitterfeld-Wolfen. Viele Veranstaltungen sind kostenfrei.
Der Platz um den Kulturpalast verwandelt sich in einen außergewöhnlichen Ort: Das bei der Biennale Architettura 2021 ausgezeichnete Architekturbüro raumlabor berlin entwickelt, gemeinsam mit Partnern aus der Region, mit dem „Atelier für gegenseitiges Interesse“ ein Festivalzentrum. Der Kulturpalast selbst kann über einen Parcours, der mit Schubkarren an den Aufbau des Kulturpalastes erinnert, aus einer ungewöhnlichen Perspektive erkundet werden.
Mit dem „Bitterfelder Weg“ wurde im Kulturpalast Bitterfeld Geschichte geschrieben. Das Festival nimmt von der Idee aus den 50er Jahren, die Kunst und Arbeit näher zusammenbringen sollte, vor allem den Gedanken der Begegnung auf. Ein Projekt, das exemplarisch dafür steht, ist das WERKSORCHESTER des New-Yorker Komponisten und Dirigenten Ari Benjamin Meyers, das an das ehemalige Arbeiter-Sinfonie-Orchester im Kulturpalast anknüpft. Erwachsene ohne Vorkenntnisse treffen auf Schüler:innen der Musikschule Bitterfeld, die ihre Lehrer:innen werden.
Verbunden mit der Geschichte des „Bitterfelder Wegs“ ist auch die international gefeierte Installationskünstlerin Henrike Naumann. Ihr Großvater, der Maler Karl Heinz Jakob, leitete den Zeichenzirkel eines Volkseigenen Betriebs in Zwickau. Henrike Naumann möchte zum Festival nun einen eigenen Zeichenzirkel leiten. Doch statt Werktätigen bei der Arbeit wird bei ihr Mobiliar aus den 90ern im Fokus stehen, als Symbol von politischen Umbrüchen und persönlicher Erfahrung.
Die persönliche Erfahrung steht ebenfalls im Mittelpunkt der Installation BLACKBOX WOLFEN von Tobias Zielony. Der bekannte Fotograf und Filmemacher sammelt Bilder und Stimmen von ehemaligen Beschäftigten der Agfa- und späteren Orwo-Filmfabrik in Wolfen. Für sein Kunstprojekt möchte Tobias Zielony ein fiktionales Archiv auf einem Archivfilm belichten, der bis zu 1000 Jahre überdauert und von der Geschichte des Films in Wolfen erzählt. Die Arbeit ist eine Kooperation mit dem Industrie- und Filmmuseum Wolfen und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und wird den ganzen Festivalzeitraum lang zu sehen sein.
Mit dem ehemaligen Haftarbeitslager in Bitterfeld setzt sich die Künstlerin Alison Shea von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in ihrem Kunstprojekt GRASNARBE auseinander. Hier waren hunderte Häftlinge untergebracht, die in den Braunkohlekombinaten und Chemiebetrieben der Region Zwangsarbeit verrichteten. Insgesamt fünf Studiengänge der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle arbeiten seit dem Wintersemester 2020/21 in Seminaren und Projekten am Festival. Hinzu kommen Kooperationen mit der Hochschule Anhalt, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Bauhaus-Universität Weimar und der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Die Förderung des künstlerischen Nachwuchses ist ein besonderes Anliegen des Festivals.
Das Festival fragt auch nach den verbindenden und trennenden Erfahrungen von Menschen aus postsozialistischen Gesellschaften. Eine transnationale Perspektive nimmt hier zum Beispiel das Projekt COLLECTIVE PHOTO des ukrainischen Theaterregisseurs Dima Levytskyi ein. Da er selbst nicht vor Ort sein kann, plant er aus der Distanz eine Gruppenfoto-Performance, als Geste der Einheit und als Geste der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.
Den Abschluss des Festivals stellt die Bitterfelder Premiere des Dokumentarfilms SEHNSUCHT NACH BITTERFELD (1992) dar. Die Filmemacher Ralf Höpfner und Thomas Freundner zeigen darin die letzten Monate der DDR und das erste Jahr der Deutschen Einheit in Bitterfeld. Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Gespräch mit einigen der Menschen aus dem Film. Wie werden sie an diese Zeit zurückdenken, mehr als 30 Jahre nach der Entstehung?
Besondere Formate laden dazu ein, das Festivalgelände und darüber hinaus auch Bitterfeld und Wolfen zu entdecken. Besucher:innen erwarten unterhaltsame Treffen mit Künstler:innen am Strand des Goitzschesees, Workshops, Ausflüge an interessante Orte der Bitterfelder Industriegeschichte und -gegenwart und Gespräche zu einer Frage des Tages. Auf dem Festivalgelände wird es einen Gemeinschaftsgarten geben und viel zu sehen, sowie die Möglichkeit, bei Kaffee, Kuchen oder Kaltgetränken über früher und die Zukunft ins Gespräch zu kommen. Am zweiten Festival-Wochenende gibt es ein Programm speziell für Kinder und Familien. Es lohnt sich, Zeit mitzubringen. Das detaillierte Programm finden Sie auf unserer Festival-Website www.osten-festival.de.
OSTEN ist eine Idee des Kulturpark e.V. Der Verein ist Träger und Veranstalter des Festivals. Er engagiert sich für den Aufbau und die Vernetzung kultureller Strukturen im Osten Deutschlands. Die Vorstandsmitglieder Aljoscha Begrich, Christine Leyerle und Ludwig Haugk sind die Künstlerische Leitung des Festivals.
Hinter dem Festival steht ein breites Netzwerk aus regionalen und überregionalen Kulturinstitutionen: Akademie der Künste Berlin, Anhaltisches Theater Dessau, Bauhaus-Universität Weimar, Bernhard-Franke-Förderverein e. V., Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Ferropolis, Galerie am Ratswall Bitterfeld, Hochschule Anhalt, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Kreismuseum Bitterfeld, Kulturbahnhof Tannepöls, Kulturpalast Bitterfeld, Kunsthalle Baden-Baden, Köthener Bachfesttage, Köthener Schlossbund, MehrGenerationenHaus Bitterfeld-Wolfen, Musikschule „Gottfried Kirchhoff“ Bitterfeld, Schauspiel Leipzig, Staatliche Hochschule für Musik Trossingen, Staatsschauspiel Dresden, Stiftung Bauhaus Dessau, Theater Magdeburg, Umweltbundesamt, Werkleitz Gesellschaft e.V.
OSTEN wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Bundeszentrale für politische Bildung, LOTTO Sachsen-Anhalt, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Bitterfeld-Wolfen „Stadt mit Courage leben!“ aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Zu den Sponsoren zählen der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, die Kulturpalast GmbH, das Autohaus Grimm und der Baumarkt Thomas Philipps in Bitterfeld. Unterstützt wird das Festival von der Stadt Bitterfeld-Wolfen sowie dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Website www.osten-festival.de wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Neustart Kultur, die Kulturstiftung der Länder und die Kultur.Gemeinschaften.
Tickets für Theaterstücke und Filme können auf www.osten-festival.de erworben werden sowie ab Donnerstag, dem 12. Mai in der Stadt- und Tourismusinformation der Stadt Bitterfeld-Wolfen. Viele Veranstaltungen sind kostenfrei.