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Bürgerdialog auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums Wolfen.

Am Donnerstag, dem 2. Juni hatten Anwohner rund um das Gelände des ehemaligen Klinikums im Ortsteil Stadt Wolfen die Möglichkeit, sich über die Zukunft des Areals zu informieren. Oberbürgermeister Armin Schenk gab dabei spannende Einblicke in die Historie des Klinikums, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Wohlfahrtsheim für Werksarbeiter der AGFA gegründet wurde, und erläuterte die Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit sowie die anstehenden Maßnahmen.
So sei in den letzten Jahren hier viel passiert. U. a. wurde das Belcanto-Haus als Seniorenwohnheim in der früheren Klinik für Innere Medizin eingerichtet und die Sonnenlandschule zog in das sanierte und umgebaute Gebäude der Chirurgie. Ein Großteil des Geländes wurde an die Wohnungs- und Baugesellschaft Wolfen mbH veräußert. Diese, so führt Armin Schenk weiter aus, hat damit viel vor: „Es ist das größte Zukunftsprojekt der WBG. Unter dem Motto 'Wohnen, da wo du geboren bist!‘ soll hier moderner, so bisher nicht vorhandener Wohnraum in der Altstadt geschaffen werden.“ Ziel der WBG ist es, vor allem Pendler, die aktuell aus Leipzig, Halle oder Dessau nach Bitterfeld-Wolfen zur Arbeit fahren, in die Stadt zu locken.
Ebenfalls anwesend beim Bürgerdialog war der neue Geschäftsführer der Wohnungs- und Baugesellschaft Wolfen mbH Christian Puschmann. Er berichtete über die bisherigen Aktivitäten: „Neben der Sicherung und Entkernung der Altsubstanz konnten wir im ersten Bauabschnitt die ehemalige Hauptküche zum neuen Verwaltungssitz des Abwasserzweckverbands Westliche Mulde umbauen und übergeben.“ In weiteren Bauabschnitten sollen Schritt für Schritt der ehemalige Verwaltungstrakt, die Frauenklinik und die Kinderklinik saniert werden. Der Park des Klinikums soll dabei als „Grüne Oase“ erhalten bleiben.

Zur Historie der Klinik
Die Klinik wurde 1908 von der Agfa als Wohlfahrtsheim für ihre Werksangehörigen gegründet. Bedeutende Persönlichkeit und Schöpfer war Prof. Dr. Fritz Curschmann (seit 01.06.1968 war er 1. Wolfener Fabrikarzt). Zunächst gab es nur einen Behandlungsraum. Später wurden im Wohlfahrtsheim nicht nur Werksarbeiter, sondern auch deren Familien behandelt. Ab 1911 wurde ein Wöchnerinnenheim gebaut. Ein Krankenhaus wurde in einem Mädchenunterkunftsheim eingerichtet und 1916 in Betrieb genommen. 1937/38 erfolgte der Neubau der Werkspoliklinik von Agfa mit den Abteilungen Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin und Kinderkrankheiten. Neue Bauten kamen in den folgenden Jahrzehnten hinzu. Das Betriebskrankenhaus ging 1990 in die Trägerschaft des Landkreises Bitterfeld über. 1996 wurden die Verwaltungen des Bitterfelder und Wolfener Klinikum zusammengelegt. 1998 bis 2002 erfolgte der sukzessive Umzug nach Bitterfeld. 2002 war noch einmal der Rückzug nach Wolfen aufgrund des Hochwassers notwendig. 2003 wurde der Wolfener Klinikbetrieb eingestellt. Die ehemalige Klinik für Innere Medizin wurde 2005 zum Belcanto-Haus. 2006 wurde dann das AMVZ (Arbeitsmedizinisches Versorgungszentrum) in der ehemaligen Kinderklinik in Betrieb genommen. 2008 zog die Sonnenlandschule in den neuen Standort in die ehemalige Chirurgie und Intensivstation.
Bürgerdialog auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums Wolfen Bürgerdialog auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums Wolfen Bürgerdialog auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums Wolfen Bürgerdialog auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums Wolfen Bürgerdialog auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums Wolfen

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