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Das Rathaus

Das ehemalige Gebäude 041 erstrahlt im neuen Licht.

Wasserfront

Anlegestelle für Schiffe, Festplatz & Wasserspielplatz

Die Goitzsche

ein Juwel besonderer Art vor den Toren der Stadt

Der Bogen

das Wahrzeichen für die Stadt auf dem Bitterfelder Berg

Historische Daten

90 Jahre Wahlrecht für Frauen


Die bürgerlichen Parteien und die Adligen hatten sich lange standhaft dagegen gewehrt, auch Frauen als Bürger anzuerkennen. Der 8. März, seit 1910 der Internationale Frauentag, erinnert noch heute daran.

Erst die Niederlage der Bürgerlichen und Adligen im 1. Weltkrieg ermöglichte es den Sozialdemokraten bei der Ausrufung der Republik auch die Frauen mit einzubeziehen und ihnen für die Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 ein Stimmrecht zu geben. 41 Frauen zogen ins erste Nachkriegsparlament ein. Leicht hatten es die Pionierinnen nicht. Als die SPD-Abgeordnete Marie Juchacz das männerdominierte Parlament 1919 mit „Meine Damen und Herren“ ansprach, folgte Hohngelächter. Sie war es dann, die die noch heute engagierte AWO gründete.

Geht es um erfolgreiche Frauen in Deutschland, führt kein Weg an Jutta Limbach, vorbei. Von 1994 bis 2002 war die Rechtswissenschaftlerin die erste Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts.

Die Kommissarin der UN für Menschenrechte Louise Arbour schrieb am 8. März 2008 u. a.: „Heute am Internationalen Tag der Frau feiern wir die Fortschritte, die gemacht worden sind, um die Frauenrechte zu verwirklichen. Wir sollten aber nicht die Tatsache aus den Augen verlieren, dass Frauen immer noch weltweit diskriminiert werden – sowohl rechtlich als auch in der Praxis, direkt oder indirekt.
Im Jahr 1910 hatte die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin eine hervorragende Idee. Sie erfand den Weltfrauentag. Bald darauf kämpften Frauen erstmals für ihre Gleichberechtigung. Und weil sie gerade dabei waren, setzten sie sich auch gleich für eine bessere Völkerverständigung, Entspannungspolitik und Friedensbewegung ein.“
 

Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November


Am 25. November 1960 wurden drei der vier Schwestern Mirabel, Patria, Minerva und Maria Teresa, vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Ihre Untergrundaktivitäten gegen die brutale Trujillo-Diktatur, unter der die Dominikanische Republik über 30 Jahre zu leiden hatte, waren ihnen zum Verhängnis geworden. Nur eine Schwester überlebte: Dede, die seither den Widerstand ihrer Schwestern lebendig hält. Der Mut der Mirabel-Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Rund 20 Jahre später wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: 1981, auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.

Anlässlich des Internationalen Tages - „NEIN zu Gewalt an Frauen“ organisieren Frauen– und Gleichstellungsbeauftragte, Frauenprojekte, Vereine, Gewerkschaften und viele ehrenamtliche Frauen alljährlich um den 25. November eine Vielfalt von Veranstaltungen.
Ergänzend dazu gibt es seit 2001 die von der Organisation für internationale Menschenrechte für Frauen TERRE DES FEMMES initiierte bundesweite Fahnenaktion.

Aktionen:

  • „Gewalt kommt nicht in die Tüte“- Eine Idee aus dem Jahr 2003, wo in Bäckereien Backwaren in Tüten mit dem Slogan verkauft werden
  • „Für ein Zuhause ohne Gewalt“ - öffentlichkeitswirksamer Slogan auf Schlüssel- und Maßbändern
  • „Wir lassen Frauen nicht im Regen stehen“ - Verkauf roter Regenschirme mit dem Slogan und dem Aufdruck der Notrufnummern

Internationaler Frauentag am 8. März


Der Weltfrauentag wird in jedem Jahr am 8. März begangen. Das Datum erinnert an mehrere Streiks von Frauen in aller Welt für ihre Rechte und gegen Armut und Unterdrückung. So streikten unter anderem die Textilarbeiterinnen in New York am 8. März 1857 und dann noch einmal am 8. März 1908. Dabei schlossen die Besitzer die Arbeiterinnen in der Fabrik ein, um eine Ausbreitung des Streiks zu verhindern. Doch in dem Gebäude brach ein Feuer aus. 129 Arbeiterinnen kamen ums Leben.

Am 27. August 1910 beschloss die zweite Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages für die Interessen der Frauen gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Initiatorin war die deutsche Sozialistin Clara Zetkin (1857-1933); rund 100 Frauen aus 17 Ländern nahmen an der Konferenz teil. Ziele waren damals das Stimm- und Wahlrecht für Frauen sowie die Gleichstellung bei den Arbeitsbedingungen: gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Achtstundentag sowie die Gleichstellung der Frau im Arbeitsschutzgesetz.

Der erste Internationale Frauentag fand dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Auf den festen Gedenktag 8. März legte sich die kommunistische Frauenkonferenz im Jahr 1921 fest. Erneut sollte damit an eine Streik von Textilarbeiterinnen erinnert werden. Am 8. März 1917 hatten die Frauen in Petersberg gestreikt und damit den Beginn der „Februarrevolution“ ausgelöst.

Seit dem 8. März 1921 wird der Internationale Frauentag weltweit begangen.

(Quelle: ddp-Infokasten 08.03.2004)