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Stadt ohne Rassismus - Stadt mit Courage .

Mitmachen erwünscht! - Bitterfeld-Wolfen auf dem Weg zur Stadt mit Courage

"Am 11. Juli 2012 hat der Stadtrat entschieden, dass sich Bitterfeld-Wolfen um den Titel: ' Stadt ohne Rassismus - Stadt mit Courage' bewirbt. Wir wären dann die zweite Stadt in Sachsen-Anhalt und die neunte bundesweit", sagt Cornelia Geißler, nicht ohne Stolz. Die Mitarbeiterin des Jugendclub 83 e. V., in dem auch die Koordinierungsstelle "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (SOR-SMC) für Anhalt-Bitterfeld angesiedelt ist, hat den Prozess bis zur Beschlussfassung begleitet: "Ausgehend von den Schulen ohne Rassismus entstand die Idee, das Engagement für Vielfalt und Weltoffenheit deutlich sichtbar zu machen".

Insbesondere durch das Engagement der Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums konnten die politischen Verantwortlichen, aber auch interessierte Bürger zur Mitarbeit gewonnen werden. "In Demokratiewerkstätten haben wir die möglichen Anforderungen an eine Stadt mit Courage erarbeitet", blickt Ines Fischer zurück. Die Pädagogin hat die Jugendlichen auf dem Weg durch die Instanzen unterstützt. Bei den Ortsbürgermeistern, den Ortschaftsräten oder im Stadtrat und in den Ausschüssen - überall erfuhren die Jugendlichen Zustimmung. So zeigt sich Fischer zuversichtlich, denn inzwischen ist jedem klar, dass Weltoffenheit und Toleranz einen wichtigen Standortfaktor darstellt. "Bitterfeld-Wolfen ist ein Wirtschaftsstandort, der international anerkannt ist, daher ist es selbstverständlich, dass Fachkräfte aus anderen Ländern und deren Familien hier willkommen sind", betont Geißler und hofft auf entsprechende Unterstützung seitens der Unternehmen, denn an den Titel sind Aktivitäten im Gemeinwesen geknüpft.

"Demokratietag in Schulen, Kita ohne Rassismus, Sportaktionen für Toleranz, Konzerte und Ausstellungen für Weltoffenheit oder kulinarische Weltreisen, all das sind bereits umgesetzte oder mögliche Aktionsformen, um den Titel zu leben", wirbt Geißler. Künftig sollten die Aktionen unter dem SOR-Logo gebündelt und neue Initiativen für Toleranzerziehung unterstützt werden. "Als Jugendclub bieten wir beispielsweise Streitschlichterkurse für Schüler oder Mitmach-Werkstätten für Jugendliche an", berichtet Geißler und weiß, dass viele Initiativen kulturelle Vielfalt als Bereicherung des Alltags verstehen. "Ob im Sport, in der Kultur oder in der Bildung, auch die Städtepartnerschaften und grenzüberschreitende Aktionen zeigen die Weltoffenheit der Stadt".

Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind aufgerufen, selbst aktiv zu werden und sich in dieses großartige Projekt einzubringen. Vielleicht haben Sie bereits eigene Ideen und eigene Projekte oder Sie wollen sich gemeinsam mit den Initiatoren einsetzen, dann melden Sie sich!

Kontakt:

Gymnasium "Heinrich Heine"
Ansprechpartnerin: Ines Fischer
Telefon: 03494 3785-0

Koordinierungsstelle "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" 
Ansprechpartnerin: Cornelia Geißler
Telefon: 03493 8276000
E-Mail: jugendclub_83@gmx.de
Internet: www.jugendclub83.org

 
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