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Informationen für Unternehmen


Die Ereignisse überschlagen sich, täglich gibt es neue Informationen. Das wirkt sich nicht nur auf jeden einzelnen Bürger/-in aus, sondern auch auf die Unternehmen.
Wir haben eine Zusammenfassung aller Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen erstellt, welche bisher durch die Bundesregierung beschlossen wurden. Wir werden diese aktualisieren, sobald uns neue Informationen vorliegen.
Ebenfalls können Sie sich bei Fragen unter 03494/ 6660 -625 an den Stab Wirtschaftsförderung der Stadt Bitterfeld-Wolfen wenden.

Soforthilfeprogramm für Sachsen-Anhalt

Wo kann ich die Soforthilfe beantragen?
Die Zuschüsse werden über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt ausgereicht. Voraussichtlich* ab Montag (30. März 2020) können sich Unternehmer und Solo-Selbstständige den Antrag auf den Internetseiten der Bank herunterladen. Um die beantragten Hilfen schnellstmöglich auszuzahlen, bündelt die Investitionsbank ihre Kapazitäten. Ziel ist es, die Hilfen innerhalb von wenigen Tagen nach Antragseingang auszuzahlen. Es gilt ausdrücklich kein "Windhundprinzip". Der Antrag kann also "in Ruhe" gestellt werden. Nach derzeitigem Informationsstand können die Anträge bis zum 30.4.2020 eingereicht werden, das Land bemüht sich derzeit noch um eine Fristverlängerung beim Bund.
(* Es gibt noch letzte Abstimmungen zwischen Land und Bund)

Wer kann das Soforthilfeprogramm beantragen?
Die Landesregierung hat sich auf ein Hilfspaket verständigt, das insbesondere Zuschüsse für Solo-Selbstständige und kleinere Unternehmen vorsieht. Ziel ist es, Insolvenzen zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern.
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff erklärt hierzu: „Wir haben sehr viele kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Ihnen wollen wir in der Krise schnell, effektiv und unbürokratisch helfen. Mit dem Hilfspaket senden wir ein entschlossenes und starkes Signal aus.“

Wie hoch ist die Förderung?
Das Gesamtvolumen der Zuschüsse wird insgesamt 150 Millionen betragen. Diese werden für Unternehmen gestaffelt ausgezahlt.
Unternehmen mit
  • bis zu 5 Mitarbeitern erhalten bis zu 9.000 Euro (Bundesförderung)
  • 6 bis 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 Euro (Bundesförderung)
  • 11 bis 25 Mitarbeitern bis zu 20.000 Euro (Landesförderung)
  • 26 bis 50 Mitarbeitern bis zu 25.000 Euro (Landesförderung)
Was kann ich geltend machen?
Der Antrag wird bewusst unbürokratisch gestaltet und die Hinweise des Bundes aufgreifen.
Geltend gemacht werden können alle laufenden betrieblichen Kosten wie
  • Mieten (für Produktionsstätten, Büros usw.)
  • Pachten
  • Leasingraten (für Maschinen, Autos und ähnliches)
  • Versicherungen (unternehmensbezogen)
  • Energiekosten
  • Instandhaltungskosten.
Neben Solo-Selbstständigen und Unternehmen können auch Künstler, Kulturschaffende sowie landwirtschaftliche Unternehmen einen Zuschuss beantragen.

Quelle: IHK Magdeburg

Link zum Antrag: www.ib-sachsen-anhalt.de

Schließung von Beherbergungsstätten in Sachsen-Anhalt und Verbot touristischer Reisen
Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration erlässt die Weisung, dass den Betreibern von Beherbergungsstätten, wie z.B. Hotels, Hostels, Jugendherbergen, Familienferienstätten, Pensionen und vergleichbaren Angeboten, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen, Yacht- und Sportboothäfen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienhäusern, Ferienhausparks, Ferienwohnungen, Ferienzimmern sowie Übernachtungs- und Schlafgelegenheiten (homesharing) und vergleichbaren Angeboten, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen untersagt ist. Beherbergte Personen haben ihre Rückreise spätestens bis zum Ablauf des 21. März 2020 anzutreten.

Den Erlass und weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Link: https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/

Wirtschaftsministerium startet Hotline für Unternehmen
Für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, die von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind, hat das Wirtschaftsministerium eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Die Telefon-Hotline ist unter 0391 567 4750 immer werktags zwischen 8:30 und 16:00 Uhr erreichbar, um betroffene Firmen über bestehende Unterstützungsangebote zu informieren.

Informationen rund um die Auswirkungen des Corona-Virus auf Wirtschaft und Wissenschaft in Sachsen-Anhalt sind verfügbar unter: https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/.

Kurzarbeit wird erleichtert
Betriebe sollen Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel. Die Sozialbeiträge sollen ihnen zudem voll von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet werden. Auch für Leiharbeiter soll Kurzarbeitergeld gezahlt werden können. Die BA übernimmt bei dieser Leistung 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent.
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Betriebe müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen
Wichtig ist, dass Betriebe im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen.

Informieren kann man sich hierzu bei der Bundesagentur für Arbeit unter 0800/ 4555520 oder
auf der Website www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit .

Sofort mehr Liquidität erhalten
Eine Stundung fälliger Zahlungen kann für Unternehmen sofort mehr Liquidität und Handlungsspielraum schaffen. Im Normalfall ist dies eine Einzelfallentscheidung des jeweiligen Gläubigers. Die IHK Halle-Dessau plädiert dafür, in der derzeitigen Krisensituation, die fälligen Zahlungen an Behörden, öffentliche Institutionen und kommunale Unternehmen sofort unbürokratisch und zinslos zu stunden. Noch ist hierzu keine Entscheidung seitens Land und/oder Kommunen gefallen. Wir empfehlen dennoch, Stundungen zu beantragen.  

Weiter zum vollständigen Artikel: https://www.halle.ihk.de/mini-startseiten/informationen-zum-coronavirus/hilfe-fuer-unternehmen/sofort-mehr-liquiditaet-erhalten-4735516
Quelle: IHK Halle-Dessau

Welche finanzielle Unterstützung kann ein Unternehmen in Sachsen-Anhalt bekommen?
Um kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken, stehen für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe die Förderinstrumente der KfW zur Verfügung. Diese sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen sowie über die Hotline der KfW 0800 539 9001.

Für kurzfristige Finanzierungslinien wie Kontokorrentausweitungen ist die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt der passende Ansprechpartner. Diese gibt u.a. Bürgschaften für Hausbankkredite. Telefonnummer Bürgschaftsbank: 0391/ 737 520

Sollte über die Banken und Sparkassen keine Finanzierung möglich sein, kann die Investitionsbank Sachsen-Anhalt finanzielle Hilfe leisten. Nähere Informationen erfahren Sie über die Hotline der Investitionsbank 0800/ 560 0757.

Landesregierung erlässt Verordnung
Sachsen-Anhalts Landesregierung hat einschneidende Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.
Der Einzelhandel schließt bis auf Ausnahmen. „Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs ist gesichert“, so Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Geöffnet bleiben so auch Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und Großhandelseinrichtungen. Das gilt auch für den Buch- und Zeitschriftenhandel, Hörakustiker, Optiker. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen.
Regelungen zu Sonntagsöffnungszeiten werden zeitnah getroffen. Die Landesregierung hat zudem für den Transport bestimmter Warensortimente eine befristete Ausnahmegenehmigung vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot beschlossen. Damit soll sichergestellt werden, dass auch weiterhin Lebensmittel, Hygieneartikel und medizinische Produkte im Einzelhandel in ausreichender Menge erhältlich sind. Die Regelung gilt zunächst befristet bis zum 31. August dieses Jahres.
Hotelübernachtungen im Land bleiben weiter möglich. 
Speisewirtschaften müssen strenge Auflagen einhalten. Hier dürfen gleichzeitig nicht mehr als 50 Personen anwesend sein und die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. Anders als die Bundesregierung vorgeschlagen hatte, hat die Landesregierung keine Regelung zu Öffnungszeiten erlassen. Schankwirtschaften dürfen nicht öffnen.
Bei Veranstaltungen mit weniger als 50 Teilnehmenden – öffentlichen und nichtöffentlichen – muss zwischen den Teilnehmenden ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden, dies gilt auch bei Vereinstreffen. Zudem sind die anwesenden Personen mit Name und Adresse in einer Anwesenheitsliste zu erfassen.
Die Verordnung tritt am 18. März 2020 um 0 Uhr in Kraft und soll zunächst bis zum 20. April 2020 gelten.
Die Regierung will die Einhaltung dieser Verordnung streng kontrollieren und Verstöße ahnden. Wo die behördlichen Maßnahmen zu gravierenden wirtschaftlichen Ausfällen führen, kann nach Aussage des sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministers Prof. Dr. Armin Willingmann eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz beantragt werden.
Quelle: IHK Halle-Dessau

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern Sachsen-Anhalts:
Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau
Hotline der IHK Halle-Dessau: 0345/2126-100

Handwerkskammer Halle (Saale)
Hotline der HWK Halle (Saale): 0345/2999-221